Kreditkarten für Studenten

Studenten sind bekanntlich keine Großverdiener. In einigen Bundesländern muss noch die Studiengebühr bezahlt werden, dazu kommen Unterkunft und Essen, Bücher und alles, was sonst noch zum Leben gebraucht wird. Wenn die Eltern nicht etwas dazugeben, dann bleiben nur BAföG, Studienkredit und das, was in diversen Jobs hinzuverdient wird.

Trotzdem möchten viele Studenten nicht auf die Annehmlichkeiten des Lebens verzichten und dazu gehört eben auch eine Kreditkarte. Aber bekommen Geringverdiener wie Studenten so einfach eine Kreditkarte bei ihrer Bank, und wenn ja, gibt es vielleicht Sonderkonditionen oder kostenlose Kreditkarten für Studierende?

Kreditkarten bieten Studenten viele Vorteile

Besonders für Studenten hat eine Kreditkarte viele Vorteile. Wer zum Beispiel ein Semester in den USA studieren will, kann dort problemlos nahezu alles mit seiner Kreditkarte bezahlen. Wenn Kartenzahlung einmal nicht möglich ist, kann man mit seiner Kreditkarte üblicherweise weltweit kostenlos Bargeld in der jeweiligen Landeswährung abheben.

In den meisten Ländern der Welt werden auch deutsche EC-Karten akzeptiert. Allerdings werden für Transaktionen im Regelfall recht hohe Gebühren fällig, die den Auslandsaufenthalt unnötig verteuern.

Aber auch im Inland können Studenten, egal ob sie ein Fernstudium absolvieren oder vor Ort studieren, von einer günstigen bis kostenlosen Kreditkarte profitieren. Ein großer Vorteil ist zum Beispiel, dass Kreditkarten im internationalen Handel weltweit akzeptiert werden. Wer beispielsweise spezielle Fachliteratur benötigt, die nur im Ausland erhältlich ist, kann sie problemlos im Internet bestellen und mit der Kreditkarte bezahlen.

Gerade bei Fachbüchern ist es häufig der Fall, dass entsprechende Literatur im Ausland preiswerter angeboten wird. Studenten können beim Onlineshopping mit der Kreditkarte demnach auch Geld sparen.

Ein weiterer Vorteil ist die finanzielle Sicherheit, die eine Kreditkarte bieten kann. Studenten sind in der Regel knapp bei Kasse, was vor allem gegen Monatsende zu Problemen führen kann, wenn unerwartete Ausgaben entstehen. Mit einer Kreditkarte bezahlte Einkäufe werden nicht unmittelbar vom Konto abgebucht. Wenn gegen Monatsmitte oder –ende beispielsweise die Waschmaschine kaputt geht, kann man eine neue Maschine mit der Kreditkarte bezahlen. Durch den Kredit hat man also einen gewissen Spielraum, wenn es mal finanzielle Engpässe gibt.

Kostenlose Kreditkarte für Studenten

Kreditkarten werden normalerweise nicht kostenlos angeboten. In der Regel verlangen Banken dafür eine jährliche Gebühr. Kostenlos sind Kreditkarten meist nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind wie ein regelmäßiger Gehaltseingang, der eine festgelegte Summe übersteigen muss.

Für Studenten gelten diese Regeln oftmals nicht, denn viele Banken bieten für Studenten eine kostenlose Kreditkarte an. Einigen Banken genügt dafür die Vorlage des Immatrikulationsnachweises, andere bestehen zusätzlich auf regelmäßige Gutschriften auf dem mit der Kreditkarte verknüpften Girokonto. Solche Gutschriften können etwa BAföG-Leistungen, Unterhalt durch die Eltern oder das Gehalt aus einem Studentenjob sein.

Studenten sollten aber nicht blindlings die erste kostenlose Kreditkarte nehmen, die ihnen angeboten wird. Kostenlose Kreditkarten werden meist zu besonderen Konditionen angeboten, die durchaus ihre Tücken haben können. Oft ist die Kreditkarte nur im ersten Jahr kostenlos, sodass nach einem Jahr die üblichen Gebühren erhoben werden.

Des Weiteren ist darauf zu achten, ob es ein Limit für Geldabhebungen im Ausland gibt. Die Höhe des monatlich abhebbaren Geldes ist besonders bei Auslandssemestern ein wichtiger Faktor. Außerdem sollte man darauf achten, ob Geldabheben im Ausland weltweit oder nur innerhalb der Eurozone kostenlos ist. Teilweise werden für Abhebungen in Fremdwährungen Gebühren von bis zu 4 Prozent des Betrages verlangt.

Auch für Studenten hängt es von der Bonität ab, ob eine Bank eine Kreditkarte ausstellt. Ein negativer SCHUFA-Eintrag kann zum Beispiel dazu führen, dass man keine Kreditkarte ausgestellt bekommt.

Die Prepaid Kreditkarte: Ideal für Studenten

Kreditkarten bieten nicht nur Vorteile, sondern auch versteckte Nachteile. Im Gegensatz zu Käufen mit der EC-Karte erscheinen die Ausgaben nicht sofort auf dem Kontoauszug. Viele Studenten können der Verlockung nicht widerstehen, mehr Geld auszugeben als sie tatsächlich haben, denn mit der Kreditkarte „kann man das ja später bezahlen“. Wer sich dabei nicht richtig unter Kontrolle hat ist von der Schuldenfalle bedroht.

Abhilfe schafft hier eine Prepaid Kreditkarte. Prepaid Kreditkarten funktionieren nach dem gleichen Prinzip, nach dem auch Prepaid Karten für das Handy funktionieren. Die Prepaid Kreditkarte wird einfach per Überweisung vom Girokonto aufgeladen. Anschließend funktioniert sie wie jede andere Kreditkarte auch, abgesehen davon, dass man damit nur das Guthaben ausgeben kann, welches man zuvor überwiesen hat.

Überziehen kann man eine Prepaid Kreditkarte für gewöhnlich nicht. Da man mit einer Prepaid Kreditkarte keine Schulden machen kann, wird sie normalerweise ohne vorherige SCHUFA-Prüfung ausgegeben.

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