Ohne Computer mit Internetzugang ist ein Studium heutzutage kaum mehr denkbar. Das gilt natürlich besonders für diejenigen, die ein Fernstudium absolvieren. Die meisten Studenten, egal ob im Präsenz- oder Fernstudium, stehen vor der Frage, ob sie sich einen Laptop fürs Studium anschaffen sollen und wenn ja, worauf man bei der Entscheidung für ein Gerät achten muss. Die Ansprüche an ein Notebook variieren je nach Studiengang. Jemand der Grafikdesign studiert, braucht ein Notebook mit anderen Leistungsdaten als ein Informatik-, Wirtschafts oder Philosophiestudent.

Muss es ein Notebook als Student sein?
Bevor wir uns der Frage widmen, worauf man bei einem Notebook fürs Studium achten muss, gehen wir darauf ein, wann ein Notebook sinnvoll ist und wann man einen Desktop-PC oder ein Tablet bevorzugen sollte, denn meist verfügt man ja nur über ein kleines Budget.
Laptop Notebook Studium

Desktop-PC für Studenten: Vor- und Nachteile

Ein Desktop-PC hat im Studium viele Vorteile. Einer davon ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, da man in der Regel deutlich weniger für einen Desktop-PC bezahlt als für ein Notebook mit vergleichbaren Leistungsdaten. Zudem kann man einen Desktop-Rechner in vielen Fällen erweitern, leistungsstärkere Komponenten nachrüsten usw. Vor allem Studenten technischer Fächer benötigen häufig leistungsstarke Hardware und wer zur Entspannung zwischendurch ein aktuelles Computerspiel spielen möchte, wird an einem Notebook abseits des Premium-Preissegments nicht viel Freude haben.

Der offensichtlich größte Nachteil ist allerdings seine Mobilität. Einen richtigen PC inklusive Bildschirm, Maus und Tastatur kann man schlecht mit in die Uni nehmen. Auch im Fernstudium ist man mit einem Desktop-PC an einen festen Ort gebunden. Wer seine Studienunterlagen nur in digitaler Form hat oder an einer Hausarbeit schreibt, kann dies nur daheim tun. An einem schönen Tag die Sonne genießen und in Ruhe im örtlichen Park etwas fürs Studium zu tun oder die Bibliothek aufsuchen, funktioniert ohne Laptop oder Tablet-PC nicht.

Reicht ein Tablet für das Studium?

Für Studenten eignet sich ein Tablet-PC in der Regel nur als Ergänzung zum Desktop oder Notebook. Wer in einem Präsenzstudium viel mitschreiben möchte, sollte sich die Frage stellen, ob das mit einem Tablet auch tatsächlich möglich ist, nicht wegen der Leistung, sondern schlicht wegen der Handhabung des kleinen Keyboards.

Praktisch ist ein Tablet für Studierende, die digital und viel mit Skizzen arbeiten wollen. Wer auf den klassischen Schreibblock verzichten kann, kann am Tablet zwischendurch viel einfacher eine Skizze auf den Bildschirm zeichnen oder eine komplexe Formel notieren, als es mit einem Laptop möglich wäre. Auch als mobiles Lesegerät ist ein Tablet sehr gut geeignet, wenn man seine digitalen Unterlagen unterwegs studieren möchte bzw. einfach in der Bahn lesen möchte.

Quasi unverzichtbar sind Tablets für alle Studenten von Fachgebieten, die auf jegliche Form von Webdesign ausgerichtet ist. Obwohl es zahlreiche Emulatoren gibt, mit denen man ein Tablet am PC oder auf dem Notebook simulieren kann, kann es nicht schaden, erstellte Websites oder Apps schon während der Entwicklung auf einem Tablet zu testen und ein gutes Gefühl für seine Zielgruppe zu bekommen.

Ähnlich ist es im Fernstudium. Nur in den seltensten Fällen ist ein Tablet ein adäquater Ersatz für PC oder Notebook. Auch hier gilt, dass ein Tablet in der Regel eine sehr nützliche Ergänzung sein kann. Wer neben dem Beruf studiert und seinen Arbeitsweg mit der Bahn zurücklegt, kann so die Fahrzeit besser für das Studium nutzen. Gerade in so einem Szenario kann sich ein Tablet lohnen, da man die „verlorene“ Fahrzeit produktiv nutzen kann und dabei weder schwere Bücher oder einen in der Bahn unpraktischen Laptop mit sich herumtragen muss.

Notebook im Studium

In den meisten Fällen erweist sich ein Notebook als idealer Begleiter im Studium. Die Geräte sind in der Regel leicht und passen in jeden Rucksack. Für den alltäglichen Universitätsbetrieb, in welchem man das Notebook zum Mitschreiben oder für Präsentationen benutzt, haben auch die günstigsten Geräte ausreichend Leistung.

Der einzige Nachteil besonders günstiger Studentennotebooks oder gebrauchter Notebooks für Studenten ist die Akkulaufzeit. Im unteren Preissegment sollte in der Regel eine Steckdose in der Nähe sein, wenn der Akku länger als eine Vorlesung lang durchhalten soll.

Bevor allerdings auf die Vor- und Nachteile einzelner Geräte und Komponenten eingegangen wird, möchten wir darauf hinweisen, wie man als Student besonders günstig an ein leistungsstarkes Notebook kommt.

Notebook für Studenten: Tipps zum Geld sparen

Der Studentenausweis ist mehr als ein Blatt Papier oder eine Plastikkarte, die einfach nur ausdrückt, dass man an einer Hochschule eingeschrieben ist. Der Studentenausweis ist auch mit zahlreichen Vergünstigungen verbunden, da viele Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken, Freizeitparks oder Kinos besonders günstige Konditionen für Studenten anbieten. Nun ist ein IT-Händler zwar keine solche Einrichtung, allerdings kann man als Student beim Kauf von Notebooks und besonders von Software oftmals viel Geld sparen.

Nicht nur auf Preisvergleichsportale verlassen

Jedem Studenten sollte mittlerweile bewusst sein, dass es sich vor dem Kauf lohnt, im Internet einen Preisvergleich durchzuführen, um das gewünschte Notebook zu einem möglichst günstigen Preis zu bekommen. Man sollte sich aber nicht nur auf die Preissuchmaschinen verlassen, sondern sich die Websites der Händler genauer ansehen, denn in den Preisvergleichen im Internet erscheinen Angebote speziell für Studenten nur sehr selten.

Einige Onlineshops, darunter bekannte Händler wie notebooksbilliger.de, haben auf ihrer Website einen eigenen Bereich mit Angeboten für Studenten. Gegen Vorlage des Studentenausweises (in der Regel genügt es, ihn einzuscannen und das Bild per Mail an den Shop zu schicken) bekommen Studenten ausgewählte Geräte mit zum Teil sehr großzügigen Rabatten.

Die Studentenangebote ändern sich regelmäßig, je nachdem welche Hersteller aktuell Preisnachlässe für bestimmte Modelle gewähren oder welche Geräte der Händler selbst vergünstigt an Studenten abzugeben hat. Oftmals werden Notebooks für Studenten auch für den normalen Preis verkauft. Statt einem Preisnachlass liegt dann in der Regel nützliche Software bei, für die man ansonsten viel Geld bezahlen müsste.

Studentenrabatte auf Notebooks direkt vom Hersteller

Nicht nur Onlinehändler bieten Notebooks mit Studentenrabatt an, sondern auch viele Hersteller. Auf den Websites der Hersteller kann man sich informieren, ob gerade ein Rabattprogramm, welches meist Campus-, Bildungs- oder Education-Programm heißt, verfügbar ist. Je nach Hersteller kann man als Student sein vergünstigtes Notebook direkt über die Hersteller-Website bestellen oder man kann seine Adresse eingeben und bekommt Händler in seiner Umgebung angezeigt, welche an dem Programm teilnehmen und bei denen man das Gerät vor Ort kaufen kann.

Auch der Zeitpunkt des Kaufs kann wichtig sein. Besonders vor Semesterbeginn steigt unter den Studenten die Nachfrage nach Notebooks an. Da der Markt hart umkämpft ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Händler und Hersteller in dieser Zeit versuchen, die Studenten über besonders lohnenswerte Angebote für sich zu gewinnen, relativ hoch. Natürlich können auch Studenten im Fernstudium von diesen Angeboten profitieren, da ihr Studentenausweis denen von Präsenzstudenten gleichwertig ist.

Windows und Office für Studenten kostenlos

Wer sich nicht mit Linux anfreunden kann, muss wohl oder übel eine Lizenz für Microsoft Windows kaufen, sollte das neue Notebook nicht bereits damit ausgeliefert werden. Auch an Microsoft Office führt selten ein Weg vorbei, wenn man professionell arbeiten möchte. Das kann ganz schön ins Geld gehen. An vielen Universitäten und Hochschulen haben Studenten die Möglichkeit, Microsoft Windows und Office kostenlos zu oder sehr günstig zu bekommen.

Microsoft unterhält ein Programm namens DreamSpark, welches früher als MSDN AA bekannt war. Im Rahmen dieses Programmes haben Studenten die Möglichkeit, bestimmte Microsoft Software kostenlos herunterzuladen, und zwar vollkommen legal. DreamSpark gibt es als Standard- und Premium-Variante. DreamSpark Standard steht allen Schülern und Studenten offen und gewährt kostenlosen Zugriff auf diverse Designer- und Entwicklertools des Softwaregiganten.

DreamSpark Premium bietet kostenlosen Zugriff auf noch mehr Software, wie zum Beispiel aktuelle Versionen von Microsoft Windows. Allerdings bekommt man die Software nur, wenn die Hochschule bzw. der spezifische Fachbereich an dem Programm teilnimmt. Zudem ist es möglich, dass die Hochschule kostenlos Microsoft Office 365 Pro zur Verfügung stellt. Ist das nicht der Fall, bietet Microsoft entsprechende Lizenzen für Studenten besonders günstig an.

Als Student Software günstig kaufen

Vor allem Produktivsoftware ist für Studenten nur selten erschwinglich. Produktivsoftware bezeichnet an dieser Stelle Software wie Microsoft Office, Adobe Photoshop oder CAD-Software für Ingenieure. Die Softwareentwickler sind daran interessiert, die Studenten möglichst früh mit ihren Produkten vertraut zu machen, um sie als Kunden an sich zu binden. Daher bieten sie ihre professionelle Software Studenten häufig für einen Bruchteil des Normalpreises an.

Software, deren Lizenz nicht regelmäßig erneuert werden muss, wie es zum Beispiel bei fast allen Virenscannern der Fall ist, funktioniert in der Regel auch noch nach dem Studium wie gewohnt. Man muss nur auf die Lizenzbedingungen achten, ob man sie dann noch nutzen darf. Üblicherweise steht in den Lizenzbedingungen, dass zumindest die gewerbliche Verwendung der Software nach dem Studium untersagt ist. Wer sich beispielsweise nach dem Studium als Grafikdesigner selbstständig macht, darf seine Bildbearbeitungssoftware in der Regel nicht in seinem Unternehmen weiterverwenden, wenn nur eine Studentenlizenz erworben wurde.

Ebenso wie bei der Hardware gibt es auch bei der Software die Möglichkeit, Studentenlizenzen bei Onlinehändlern, direkt beim Hersteller zu erwerben oder aber auch gebrauchte Software zu erstehen.

Worauf beim Notebook fürs Studium achten?

Ein Notebook ist für die meisten Studenten eine sinnvolle Investition. Man kann in den Vorlesungen und Seminaren schnell und einfach mitschreiben, bei Vorträgen Präsentationen abspielen und allgemein dort lernen, wo man gerade möchte. Selbst sehr günstige Geräte bieten ausreichend Leistung für normale Schreib-, Lese- und Recherchetätigkeiten.

Doch sobald man auf etwas mehr Leistung angewiesen ist, sollte man wissen, welche Komponenten je nach Einsatzgebiet besonders wichtig sind. Auch Studenten, die mit einem Laptop der unteren Preisklasse auskommen, sollten einiges bei ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Modell beachten.

Bildschirm: 13 Zoll, 15 Zoll oder noch mehr?

Die fast schon wichtigste Komponente ist der Bildschirm, denn dieser bestimmt maßgeblich, wie groß das gesamte Notebook ist. Er entscheidet darüber, wie gut man an dem Gerät arbeiten kann und wie mobil man damit ist. Ein großes Notebook mit 15- oder 17-Zoll-Bildschirm ist aufgrund der Größe schlichtweg schwieriger zu transportieren als ein kleines Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 13 Zoll.

Es ist immer eine individuelle Entscheidung, welche Bildschirmgröße man als ideal erachtet. Für Studenten sind 13- oder 15-Zoll-Geräte in der Regel die beste Wahl, da 17-Zoll-Notebooks allein aufgrund ihrer Größe für den mobilen Einsatz relativ unpraktisch sind. In engen Hörsälen kann es sogar zu Stress mit dem Sitznachbarn kommen, wenn wenig Platz vorhanden ist.

Bedenken sollte man auch, dass man viel Zeit vor dem Gerät verbringt. Es ist nicht jedermanns Sache, mehrere Stunden konzentriert auf ein kleines 13-Zoll-Display zu schauen. Das kann auf Dauer sehr anstrengend werden, was sich negativ auf die Studienleistung auswirkt. Wer ein Studium im Grafikbereich aufnehmen möchte, ist mit einem größeren Display gut beraten. Dieses sollte auch nach Möglichkeit in Full-HD (1080 x 1920 Pixel) auflösen.

Mattes Display oder glänzend?

Abgesehen von der Größe ist zu beachten, ob es ein mattes oder glänzendes Display hat. Notebooks mit matten Displays sind seltener als glänzende Modelle. Das liegt vor allem daran, dass glänzende Displays als schöner bzw. ästhetischer erachtet werden. Es gibt aber auch einen technischen Vorteil, denn das angezeigte Bild ist meist brillanter und kontrastreicher als bei matten Displays.

Andererseits haben glänzende Displays auch einen großen Nachteil. Die glatt-glänzende Oberfläche reflektiert das Licht, wodurch das Arbeiten in besonders hell beleuchteten Räumen aufgrund der Reflexionen unangenehm werden kann. Bei vielen Geräten besteht das Problem, dass man sie aufgrund dieser Tatsache im Außenbereich kaum verwenden kann, da man bei Sonneneinstrahlung teils so gut wie nichts mehr erkennen kann.

Matte Displays haben dieses Problem nicht. Sie sind allgemein pflegeleichter, da sie deutlich unanfälliger für Fingerabdrücke sind und man nicht gleich jedes Staubkorn darauf sieht.

Je nach Geschmack darf es auch ein Notebook mit Touchscreen sein. Die Bedienung per Touchscreen ist aber nicht jedermanns Sache und führt zudem zu vermehrten Fingerabdrücken.

Akku, Laufzeit und Lautstärke

Das ideale Studentennotebook hat eine lange Akkulaufzeit und ist im Betrieb quasi unhörbar. Doch das ist leider nicht so leicht zu bekommen. Man sollte sich vor dem Kauf über die tatsächlichen Akkulaufzeiten informieren und sich nicht auf die Herstellerangaben verlassen. Diese entstehen häufig unter Laborbedingungen, mit abgedunkeltem Bildschirm und ohne offene Anwendungen, die Leistung benötigen. Verlässlicher sind hier Testberichte, wie es sie im Internet zu so ziemlich jedem Modell gibt.

Eine lange Akkulaufzeit sorgt zwangsläufig dafür, dass man seltener auf eine Steckdose in der Nähe angewiesen ist, was vor allem beim Studieren in der freien Natur einen großen Vorteil darstellt. Man sollte sich auch informieren, wie man die Akkulaufzeit verlängern kann, indem man den Stromverbrauch minimiert. Das kann man beispielsweise tun, indem man die Bildschirmhelligkeit reduziert und nur die nötigsten Programme laufen lässt. Nicht benötigte Hintergrundprozesse sollte man ebenso deaktivieren wie nicht benötigte Komponenten (z.B. Bluetooth). Wird das Notebook hauptsächlich stationär benutzt, spielt die Akkulaufzeit keine große Rolle.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lautstärke. Im Hörsaal ist es in der Regel sowieso schon laut genug, da braucht man nicht noch den Lärm eines lauten Lüfters. Daheim lernt es sich ebenfalls angenehmer ohne das Hintergrundrauschen. Über die tatsächliche Betriebslautstärke kann man sich mithilfe von Testberichten informieren. Schaut man sich ein Gerät im Laden an, sollte man den Verkäufer bitten, ein paar Anwendungen zu starten, damit die Hardware gefordert wird und die Lüftung hochfährt. So kann man sich selbst ein Bild von der zu erwartenden Lautstärke machen.

Aber auch das leiseste Notebook wird mit der Zeit laut. Das liegt daran, dass der Kühler nicht nur reine Luft ansaugt, sondern auch Staub, Pollen, Tierhaare etc. Diese setzen sich gern im Kühler fest, wodurch die Luft nicht mehr ordentlich zirkulieren kann und die Leichtläufigkeit des Lüfters gestört wird. Eine regelmäßige Reinigung ist daher anzuraten.

Komplett umgehen lässt sich das Lautstärkeproblem mit einem rein passiv gekühlten Notebook, welches gänzlich ohne Lüfter auskommt. Neben dem in der Regel recht hohen Preis haben diese Geräte allerdings meist einen entscheidenden Nachteil: Die verbauten Komponenten sind üblicherweise deutlich leistungsschwächer als die gleich teurer Modelle mit aktiver Luftkühlung.

Festplatte: HDD, SSD oder Hybrid?

Günstige Notebooks für Studenten sind im Regelfall mit einer gewöhnlichen Festplatte, einer HDD, ausgerüstet. HDDs sind selbst mit großer Speicherkapazität günstig zu haben. Notebooks mit Solid-State-Drive (SSD) verbreiten sich immer weiter und sind Modellen mit HDD aus mehreren Gründen vorzuziehen.

Der größte Vorteil einer SSD ist ihre Geschwindigkeit. Die Datenübertragungsraten von SSDs liegen im Schnitt bei einem Vielfachen der Übertragungsraten von HDDs. Das Betriebssystem und die benötigten Programme werden deutlich schneller geladen und das gesamte System reagiert einfach viel direkter. Zudem verfügt eine SSD über keine mechanischen bzw. beweglichen Teile. Dadurch arbeitet die Festplatte völlig geräuschlos und auch Erschütterungen können ihr nichts anhaben.

Der Stromverbrauch von Solid-State-Drives ist außerdem geringer als der herkömmlicher HDDs. Da der Stromverbrauch einer HDD aber allgemein nicht besonders hoch ist, kann dieser Vorteil ruhig außer Acht gelassen werden. Nachteilig ist hingegen, dass der Speicherplatz einer SSD nicht mit dem einer gleich teuren HDD mithalten kann. Der Preis pro Gigabyte Festplattenspeicher ist bei einer HDD deutlich günstiger.

Wer die Vorteile beider Festplatten, also Geschwindigkeit plus großer Speicherkapazität genießen möchte, kann sich nach einem Notebook mit Solid-State-Hybrid-Drive (SSHD) umschauen. Diese Festplatten bestehen aus zwei Komponenten, nämlich einer SSD und einer HDD. Die SSD ist dabei relativ klein und in der Regel nur für das Betriebssystem und die nötigsten Anwendungen vorgesehen. Größere Datenmengen werden auf der mechanischen HDD gespeichert.

Prozessor (CPU) & Arbeitsspeicher (RAM)

Bezüglich des Arbeitsspeichers braucht man sich als Student keine großen Gedanken zu machen. Alles ab 4 GB RAM ist mehr als genug, wenn man mit dem Gerät keine besonders aufwendigen Anwendungen laufen lassen möchte. Betriebssystem, Office-Software und Internetbrowser kommen mit 4 GB RAM absolut aus. Wer komplexere Spiele spielen möchte oder viel Grafik- oder Videobearbeitung betreibt, sollte zu einem Modell mit mindestens 8 GB RAM greifen.

Wichtiger wird es beim Thema Prozessor. Dieser bestimmt maßgeblich die Leistung des Notebooks. Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es auf dem Markt kein Notebook, dessen Prozessor (zumindest wenn es einer von Intel oder AMD ist) die grundlegenden Anforderungen an ein Studentennotebook nicht erfüllt. Der normale Einsatz von Windows, Office und Browser ist auch bei den günstigsten Geräten mit akzeptabler Geschwindigkeit möglich.

Prozessoren verfügen heutzutage über mehrere Rechenkerne. Fürs Studium bieten sich Prozessoren mit 4 Kernen an, wobei auch 2 Kerne mit Hyperthreading in Ordnung sind, wie zum Beispiel Modelle aus der Intel Core i3-Reihe. Prozessoren mit 2 Kernen und Hyperthreading bestehen aus zwei realen Kernen, die aber in der Lage sind, jeweils zwei Prozesse parallel zu verarbeiten. Sie leisten damit quasi genau so viel wie ein Prozessor, der 4 Kerne hat, aber kein Hyperthreading unterstützt.

Wie gut bzw. schnell ein bestimmter Notebookprozessor ist, sollte man im Internet recherchieren. Es gibt zahlreiche Tests, in denen die Leistungsfähigkeit etlicher Prozessoren miteinander verglichen wird. Das ist besonders wichtig, weil Notebookprozessoren nicht mit den entsprechenden Varianten für Desktop-Computer vergleichbar sind.

Der Prozessor ist neben dem Bildschirm der größte Stromverbraucher im Notebook. Er ist auch die Komponente, die die meiste Wärme entwickelt. Prozessoren für Notebooks sind darauf optimiert, möglichst wenig Strom zu verbrauchen und wenig Abwärme zu entwickeln. Die Optimierungen gehen auf Kosten der Leistung. So kann es durchaus sein, dass jemand, der mit der Leistung seines Desktop-Rechners mit Intel Core i3 Prozessor rundum zufrieden ist, ein Notebook mit dem auf dem Papier schnelleren Intel Core i5 Prozessor als zu langsam empfindet.

Wer Testberichte liest und Benchmarks studiert, weiß im Vorfeld über die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Notebooks, welches ihn während des Studiums begleitet, bescheid.

Comments are closed.